Pro-Lernen

In der Folge stellen wir unser Projekt 'Pro-Lernen' vor, in welchem wir einem interessierten Kreis von Eltern und anderen lernenden Menschen darstellen wollen, wie wir Bildung Zuhause mit unseren Kindern angehen, was unsere Vision und unsere Ziele sind, was wir unter Lernen verstehen, was unsere Ansätze dazu sind und was unsere aktuellen Projekte sind. Lassen wir uns von den Kindern zurück führen zur Lust am Lernen, erforschen wir mit ihnen, was es heisst, Mensch zu sein.

30. April 2007

Clonlara in der Schweiz?

Seit über einem Jahr befassen wir uns damit, die Clonlara-Idee ( siehe auch www.clonlara.de ) in der Schweiz zu realisieren. Wir sind mit den Behörden des liberalen Kantons Appenzell Ausserrhoden in gutem Kontakt. Da hier "Bildung zu Hause" absolut legal ist, scheint es für die Behörden im Moment keinen Grund zu geben, Clonlara als Schule zu anerkennen. Dass der Kanton Appenzell Ausserrhoden nicht die Probleme der anderen Kantone lösen muss, leuchtet irgendwie auch ein. Im Gespräch mit der zuständigen Fachfrau bei den Behörden für Bildung zu Hause erfuhren wir, dass Clonlara im Moment auf ihrer Prioritätenliste ziemlich weit unten stehe, allerdings seien auch andere Themen, welche vorher zuoberst gestanden hätten, auf der Liste runtergerutscht, da sie im Moment einfach andere Prioritäten haben. Für Clonlara bedeutet das zur Zeit weder Ja noch Nein. Pat Montgomery und Birgit Lohff wären gerne bei den Behörden hier in Herisau vorsprechen gegangen, doch durch das verspätete Eintreffen von Pat Montgomery in Paris gelang dies aus zeitlichen Gründen nicht mehr vor dem europäischen Kolloquium auf Burg Rothenfels in Deutschland. Am Montag nach dem Kolloquium war bei der zuständigen Fachperson und dem Leiter für "Bildung zu Hause" der Terminkalender schon ausgebucht, doch sie äusserten, dass sie der Pat Montgomery, welche von so weit her anreise, gerne die Ehre erwiesen hätten, sie zu empfangen.

Bei "Clonlara in der Schweiz" ist also noch alles offen.

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21. April 2007

Öffentliche Verkehrsmittel

Obwohl auch wir oft mit dem Auto unterwegs sind, unterlassen wir es nicht, uns auch ab und zu mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen zu lassen. Wir sind der Meinung, dass bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder Abenteuer lauern, die bei Reisen in der Autokabine einfach nicht stattfinden können. Warum sage ich dies heute? Auf einer kleinen Reise mit der Eisenbahn in unsere Nachbarsstadt hat der Lokomotivführer uns, resp. Sara und Olivia angeboten, in den Führerstand zu sitzen und die Reise an vorderster Front mit zu erleben. Nach kurzer Skepsis seitens Sara sind die beiden Mädchen begeistert in die Kabine getreten, wo ihnen ihre Plätze zugewiesen wurden. Der Lokotivführer war sehr gut drauf und hat Sara aus nächster Nähe jede seiner Aktionen kommentiert. Olivia, die Papa ausserhalb der Kabine immer subtil im Visier hatte, sass auf dem Fenstersims und staunte über das, was man aus der Perspektive Lokomotivführer alles sehen darf. Die kurze Strecke hatte es in sich, 2 Halts, 3 Tunnels und eine fast 100m hohe Brücke.

So erlebten Sara und Olivia etwas Spezielles, was bisher weder Papa noch Mama je erleben durften.

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15. April 2007

Geschichten erzählen

Fast täglich bekommen unsere Kinder eine Geschichte erzählt. Entweder wird sie aus einem Bilderbuch erzählt, aus einem Buch vorgelesen (Sara versteht das Meiste schon ganz gut auf Hochdeutsch), oder ich erfinde frisch eine passende Geschichte. Manchmal helfen alle Anwesenden mit, eine Geschichte zu erfinden, was auch immer viel zum Lachen gibt. Im Moment aktuell ist das Bilderbuch von Janosch "Oh, wie schön ist Panama" und das Vorlesebuch "Puck, der Zwerg". Obwohl Olivia die ersten beiden Male während der Geschichte von Janosch buchstäblich fast eingeschlafen ist, bringt sie immer wieder dieses Buch zum Erzählen. Natürlich springt dann Sara auch herbei und möchte sich die Geschichte nicht entgehen lassen. Für Sara sind Bilderbücher nach wie vor spannend und obwohl sie viele schon fast auswendig kennt, ist sie immer wieder neu fasziniert. Auf unserem grossen Sofa haben die Kinder einen "Geschichtenplatz" auserkoren und sie haben klare Regeln gemacht, wer wann wo sitzen kann und darf. Wird zuerst das Buch von Olivia erzählt, dann darf Olivia an den privilegierten Platz neben Papa. Umgekehrt ist es auch mit Sara so. Nalin ist mittlerweile auch schon ein kleiner Büchernarr und bringt haufenweise Bücher zum Erzählen. Meistens interessieren ihn nur die Bilder mit einem Traktor, einem Bagger oder einem Mond. Wir erleben immer wieder, wie wichtig, heilend und real Geschichten für unsere Kinder sind.

Geschichten laden immer wieder neu ein zum Träumen, zum Rollenspielen, zum Verarbeiten, zum Emportauchen in innere Vorstellungswelten. . . . . . .

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