Das Buch Home Education in Deutschland wollte ich zuerst gar nicht lesen, da es über Home Education in Deutschland berichtet. Als Schweizer haben wir "leicht" andere Bedingungen. Das Buch konstruiert eine interessante Polarität der Home Education Bewegung, die ich hier gerne aufführe, weil sie mir irgendwie gefällt und trotzdem wieder nicht.
Homeschooling | Unschooling
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- ein "Kind von Gott Vater"
| - ein "Kind von Mutter Erde"
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- religiöser Fundamentalist
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- christlich evangelikale Religiosität
| - spirituelle Offenheit verschiedener religiöser Traditionen
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- Kinder zum Glauben führen
| - Kinder in das Leben begleiten
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- Der Mensch trägt von Beginn an das Böse in sich, hat eine sündhafte Natur. Er bedarf der Erlösung und Errettung durch den Glauben an Jesus Christus.
| - Das Kind ist ein vollwertiger, mündiger Mensch mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Ihm wohnt das Gute inne, aber Erziehung und gesellschaftliche Zwänge behindern dessen Entfaltung.
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Diesbezüglich schreibt Thomas Spiegler weiter: "Insgesamt zeichnet sich hier bereits die Entwicklungstendenz ab, derzufolge Home Education aus seinen Ursprüngen in fundamentalistischen Randschichten ausbreitet in andere gesellschaftliche Gruppen hinein und im Zuge einer Legalisierung immer weniger mit einem klar zu umreissenden Milieu verbunden werden kann. Jedoch bleiben die hier gewählten Typen, der Fromme und der Alternative, unverzichtbar für das Verständnis von Ursprung und gegenwärtiger Gestalt der deutschen Home Education Bewegung." (Seiten 75-88)
Als praktizierende "Bildung zu Hause"-Familie fühlt man sich beim Lesen dieser Zeilen selbstverständlich angesprochen. Und niemand fühlt sich gerne entlarvt und kategorisiert. Trotzdem finde ich die beschriebenen Polaritäten nicht an den Haaren herbei gezogen. Sie sind selbst erfahrene Realität.
Wir wünschen allen FROHE OSTERN.
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