Pro-Lernen

In der Folge stellen wir unser Projekt 'Pro-Lernen' vor, in welchem wir einem interessierten Kreis von Eltern und anderen lernenden Menschen darstellen wollen, wie wir Bildung Zuhause mit unseren Kindern angehen, was unsere Vision und unsere Ziele sind, was wir unter Lernen verstehen, was unsere Ansätze dazu sind und was unsere aktuellen Projekte sind.

25. Februar 2008

Reflexion der Lernforschritte zu Händen der Behörden

Um in unserem Kanton Appenzell Ausserrhoden 'Bildung zu Hause' zu praktizieren, müssen wir bei den Behörden jedes Jahr pro Kind die Bewilligung frisch einholen. Für eine Erneuerung dieser Bewilligung verlangt die Behörde 1. eine dokumentierte Reflexion über die Lernfortschritte des Kindes, 2. eine Begründung, warum wir auf diesem Weg weiterfahren wollen und 3. einen Antrag für die Fortführung von 'Bildung zu Hause'. Per Ende Februar mussten wir also diese Hausaufgaben für unsere älteste Tochter Sara erledigen.

Da wir für jedes Kind separate Tagebücher führen, mussten wir dasjenige von Sara resumieren und in eine Behördendokumentation überführen. Struktur und Themen haben wir dem vorgegebenen Lehrplan entnommen. So ist schlussendlich eine 16-seitige Dokumentation entstanden, welche wir termingerecht eingereicht haben.

Wir können uns gut vorstellen, dass eine solch umfangreiche Dokumentation nicht jedermanns oder jederfraus Sache ist und wir sogar die Behörden etwas herausfordern. Die Erstellung dieser Dokumentation war auch für uns zu aufwändig, trotz allem aber auch sehr bereichernd. Zukünftig wollen wir herausfinden, wie wir die Reflexion noch kürzer, prägnanter und schneller dokumentieren können.

Wir warten nun gespannt auf die behördliche Reflexion auf unsere Reflexion.

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2. Februar 2008

Ein Mann aus den Bergen

Nalin hat drei liebste Hobbies. Diese sind Klettern, Gumpen und andere Leute erschrecken. Während ich im vergangenen Sommer das Gumpizimmer in unserem Haus zugunsten eines Gestaltungszimmers mit Malstation auflöste, hatte es draussen in unserem Garten und überhaupt im ganzen Quartier genügend Möglichkeiten zum Klettern und Gumpen. Er erschreckte damals schon (2-jährig) die Nachbarn, als er selbstverständlich mit seinen beiden Schwestern das Kletterbäumchen hochkletterte. Nun aber ist es schon seit einigen Monaten kalt und winterlich bei uns und Nalin, eingepackt in dicken Winterkleidern, findet kaum Klettermöglichkeiten draussen. So sucht er im ganzen Haus nach Gestellen, um trotzdem sein Hobby ausüben zu können.

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Mit solchen Kletteraktionen vermag mich Nalin meistens nicht zu erschrecken. Dafür den Papa umso mehr! Da ich Nalin sehr gut kenne und seinen Kräften vertraue, kann ich ganz ruhig zuerst ein Foto von ihm machen, bevor ich ihn dann beim Runterklettern (das ist bedeutend schwieriger als rauf!) etwas anleite. Allerdings löst er oftmals bei unseren Gästen einen beachtlichen Adrenalinschub aus! Trotzdem bin ich froh, dass es ihm noch nie in den Sinn gekommen ist, vom Büchergestell runterzuspringen! Sprung im WintergartenAufgrund seines authentischen Bedürfnisses nach Klettern und Gumpen habe ich dann im Wintergarten ein Gumpizimmer eingerichtet mit Gartenbänken, Leitern, Matratzen, Kissen, Tüchern, usw.  Es hat zwar jetzt kein Büchergestell mitten im "Wintergumpigarten", doch das scheint Nalin nicht zu stören. Obwohl dieser Raum nicht geheizt ist (wird bei nur wenig Sonne schnell mal 20° und mehr), geniessen Nalin und Olivia das kleine Paradies. Für Sara ist dies nicht mehr aktuell.

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