Pro-Lernen

In der Folge stellen wir unser Projekt 'Pro-Lernen' vor, in welchem wir einem interessierten Kreis von Eltern und anderen lernenden Menschen darstellen wollen, wie wir Bildung Zuhause mit unseren Kindern angehen, was unsere Vision und unsere Ziele sind, was wir unter Lernen verstehen, was unsere Ansätze dazu sind und was unsere aktuellen Projekte sind.

24. März 2008

Schnee, oje!

Aussicht Richtung NordenSo war die Aussicht von unserem Haus aus während der Ostertage.  

Eigentlich wirklich idyllisch, oder? Doch seit im letzten Oktober der erste Schnee bei uns gefallen ist, fragen Sara und Olivia regelmässig: "Wann kommt denn endlich der Frühling und wann wird es endlich wieder warm?" Nicht einmal der schönste Schnee vermochte ihnen Jubelrufe zu entlocken. "Oje, schon wieder Schnee!" tönte es jeweils. Sara hat die Tage gezählt bis zum Frühlingsanfang, aber dann hat es exakt zu diesem Termin wieder mit dem Schneien begonnen! Tja, das Wetter muss man halt einfach nehmen wie es kommt und das Beste daraus machen.

Bobfahren im Frühling

Deshalb packten wir uns heute nochmals in die dicken Winterkleider. Gerade hinter unserem Haus haben wir optimale Bedingungen fürs Bobfahren oder auch Skifahren (ohne Lift). Während Nalin gleich zu Beginn einen Taucher in den Pulverschnee machte und sich dementsprechend lange davon wieder erholen musste, probierte Olivia ihre Künste auf den Skiern aus. Sara begnügte sich mit dem Bob und am Besten hat es ihr gefallen, einige Engel in den Schnee zu malen. So haben wir uns heute für diese Saison vom Winter verabschiedet. Die Schneekleider werden nun versorgt, auch wenn es gut möglich ist, dass es bei uns auf über 800m Höhe nochmals schneien kann.

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23. März 2008

Persönliche Rezension über das Buch Home Education in Deutschland von Thomas Spiegler

Das Buch Home Education in Deutschland wollte ich zuerst gar nicht lesen, da es über Home Education in Deutschland berichtet. Als Schweizer haben wir "leicht" andere Bedingungen. Das Buch konstruiert eine interessante Polarität der Home Education Bewegung, die ich hier gerne aufführe, weil sie mir irgendwie gefällt und trotzdem wieder nicht.
 

      Homeschooling
 
      Unschooling
  • heaven-based
  • earth-based
  • die Frommen
  • die Alternativen
  • ein "Kind von Gott Vater"
  • ein "Kind von Mutter Erde"
  • religiöser Fundamentalist
  • pädagogischer Reformer
  • christlich evangelikale Religiosität
  • spirituelle Offenheit verschiedener religiöser Traditionen
  • Kinder zum Glauben führen
  • Kinder in das Leben begleiten
  • Der Mensch trägt von Beginn an das Böse in sich, hat eine sündhafte Natur. Er bedarf der Erlösung und Errettung durch den Glauben an Jesus Christus.
  • Das Kind ist ein vollwertiger, mündiger Mensch mit dem Recht auf Selbstbestimmung. Ihm wohnt das Gute inne, aber Erziehung und gesellschaftliche Zwänge behindern dessen Entfaltung.
  • Anti-68er
  • Post-68er
  • Prä-Moderne
  • Moderne und Post-Moderne
  • Kollektivität
  • Individualität

Diesbezüglich schreibt Thomas Spiegler weiter: "Insgesamt zeichnet sich hier bereits die Entwicklungstendenz ab, derzufolge Home Education aus seinen Ursprüngen in fundamentalistischen Randschichten ausbreitet in andere gesellschaftliche Gruppen hinein und im Zuge einer Legalisierung immer weniger mit einem klar zu umreissenden Milieu verbunden werden kann. Jedoch bleiben die hier gewählten Typen, der Fromme und der Alternative, unverzichtbar für das Verständnis von Ursprung und gegenwärtiger Gestalt der deutschen Home Education Bewegung." (Seiten 75-88)

Als praktizierende "Bildung zu Hause"-Familie fühlt man sich beim Lesen dieser Zeilen selbstverständlich angesprochen. Und niemand fühlt sich gerne entlarvt und kategorisiert. Trotzdem finde ich die beschriebenen Polaritäten nicht an den Haaren herbei gezogen. Sie sind selbst erfahrene Realität.

Wir wünschen allen FROHE OSTERN.

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22. März 2008

Erfolgserlebnis für Olivia

Olivia wünschte sich schon seit längerer Zeit, dass wir ihr die Pedalen an ihr Rennrad montieren. Da wir aber warten wollten, bis sie wirklich sicher "rennt" und die Balance gut halten kann, musste sie sich noch ein wenig gedulden. Heute Morgen aber war es dann soweit und Bruno machte sich ans Werk. Alle drei Kinder leisteten ihm dabei Gesellschaft und beobachteten, wie aus dem Rennrad ein Trettrad, bzw. ein Velo wurde.  Am Nachmittag ging es dann gleich los 22032008028und auf dem nahen Schulhausplatz liess es sich gut üben. Nach anfänglichen Unsicherheiten gelang es ihr ziemlich bald, ganz alleine zu fahren. Die Freude über ihr Erfolgserlebnis stand ihr im ganzen Gesicht. Sie übte über 1 1/2 Std., bis sie wirklich müde, aber vollkommen erfüllt war.

Übrigens überraschte uns Olivia schon vor ein paar Tagen, als sie wie Sara jemandem eine Mail schreiben wollte. Sie hatte kürzlich schon mal eine Mail geschrieben, dabei drückte sie jedoch ziellos auf den Tasten herum. Nachdem wir ihr also erneut eine Seite eingerichtet hatten, begann sie mit dem Schreiben. Ziemlich verblüfft waren wir, als wir das Geschriebene ganz unerwartet lesen konnten. Es stand:" OLIVIASARAPAPAMWAWA". Beim letzten Wort hat sie bei MAMA den M mit dem W verwechselt.

So geschieht bei uns immer wieder ganz unerwartet Lernen.

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18. März 2008

Bilder des Tages

 

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Olivia präsentiert ihr frisch angemaltes Osterei.

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Nalin übt sich mit seinem kleinen Osterhasenfreund beim Trockenskifahren.

 

 

 

 

 

 

"Siri, die Montagsfee" ist im Moment Sara's liebste Leselektüre. Daraus liest sie täglich fast eine Stunde, und das absolut freiwillig und aus eigener Motivation.

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So wird den ganzen Tag auf verschiedene Art und Weisen gelernt.

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16. März 2008

Zahnlückenfest

Vor einigen Wochen begann Sara der erste Milchzahn zu wackeln. Dies veranlasste uns, das wirklich sehr empfehlenswerte Buch "Das Wackelzahnbuch" von Iwona Radünz/Thomas Röhner zu kaufen. Mittlerweile kennt Sara das Buch schon fast auswendig und sie zeigt es gerne allen Freunden und Bekannten. Ihr Interesse an Zähnen ist im Moment sehr gross und sie ist reif, viel Hintergrundwissen über die Zähne zu lernen und zu verstehen. Die letzte Seite des Buches, nämlich die Zahngalerie mit Fotos von ihr selber, liebt sie ganz besonders und egal wohin wir gehen, dieses Buch fehlt auf keinen Fall. Als dann der erste Wackelzahn rausflog, wünschte sich Sara zu Ehren dieses denkwürdigen Ereignisses ein Zahnlückenfest. Hierfür hat sie eigens acht Kindern, welche in die öffentliche Schule gehen (im Alter von 6 bis 9 Jahren) eine Einladung geschrieben. Sara war schon Tage zuvor aufgeregt. Am Tag des Festes backte sie ihren Lieblingskuchen gleich in der dreifachen MengeP3141229 und als es schliesslich soweit war, holte sie die Kinder von der Schule ab. Wir hatten zwei lustige Spiele vorbereitet, bei denen es weder Gewinner noch Verlierer gab und zwischendurch wurde zur Lieblingsmusik von Sara getanzt.  Mich überraschte die sprudelige Eigeninitiative der äusserst fröhlichen und pfiffigen Kinderschar. Immer wieder brachte ein Kind eine Idee ein, welche von den anderen gut aufgenommen und umgesetzt wurde. Nachdem auch jedes Kind ein Zahnlückenbrötchen geknetet, geformt und schliesslich gebacken hatte, wurde noch draussen Fangen und Verstecken gespielt.  Die Zeit verging wie im Flug und die Kinder wollten und wollten nicht mehr nach Hause! Ein Mädchen meinte, das sei das schönstes Kinderfest gewesen, das sie je erlebt habe. Diese Empfindung ist natürlich subjektiv. Doch auch mir hat es sehr gut gefallen, da es eine wirklich sehr harmonische, friedliche und humorvolle Kindergruppe gewesen ist. Zum Schluss gab es noch einen Lacher, als ein Mädchen meinte, sie wolle noch rasch ihren "Tönü" holen. "Tönü?????" Was ist denn das? Unsere Kinder und ich haben dieses Wort noch nie gehört. Die anwesenden Kinder waren darüber überrascht und versuchten es uns zu erklären: "Das ist so eine Tasche zum Umhängen, da müssen wir die Hausaufgaben versorgen und . . . . . . ." Ach sooooo, jetzt verstand ich. Ein "Tönü" ist eine Schultasche!!!!! Das konnten wir nun aber wirklich nicht wissen!!! Wir kugelten uns alle vor lachen.

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