Pro-Lernen

In der Folge stellen wir unser Projekt 'Pro-Lernen' vor, in welchem wir einem interessierten Kreis von Eltern und anderen lernenden Menschen darstellen wollen, wie wir Bildung Zuhause mit unseren Kindern angehen, was unsere Vision und unsere Ziele sind, was wir unter Lernen verstehen, was unsere Ansätze dazu sind und was unsere aktuellen Projekte sind.

8. März 2009

Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten !

Unsere tiefgreifende Angst ist es nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifende Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brilliant, großartig, talentiert oder phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

Du bist ein Kind des Lichtes.

Sich selbst klein zu halten dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich unsicher fühlen.
Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz des Lichtes,
welches in uns ist, zu manifestieren.

Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart andere.

Nelson Mandela
ehem. Staatspräsident Südafrika, Antrittsrede 1994

Der von Mandela verwendete Text ist ein Ausschnitt des Buches
(Rückkehr zur Liebe, oder in Englisch Return to Love) von Marianne Williamson.

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Anmerkung:

Das Leuchten eines Nelson Mandela’s oder auch eines Mahatma Gandhi’s hat die jeweilige Macht nicht ausgehalten. Man hat sie einfach verurteilt und ins Gefängnis gesteckt, anstatt dass man ihnen von Anfang an genau zugehört und sie gespürt hätte.

Diejenigen Menschen, die einen inneren, natürlichen Zugang zu Nelson Mandela’s Aussagen haben, verstehen auch ganz automatisch die unzähligen Initiativen alternativer Bildung. Es sind nämlich Antworten und Initiativen gegen eine Gesellschaft von Beurteilungen, Herrschaft und Gewalt.

Die richtige Bildung der Kinder und das Nicht-Zerstören dessen, was die Kinder bereits leuchten lässt, sind in der Tat zwei der momentan grössten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Und die Nach-Entfaltung der Erwachsenen ‘durch’ unsere Kinder wäre eine 2. Chance, den leuchtenden Zustand wieder herzustellen.

Aber wer will dies schon? Die Mehrheit will lieber in die alte Rigidität zurück und die Bildung und Börsen so laufen lassen wie anno dazumal.

Unsere Hoffnung stirbt zuletzt. Es gibt nämlich immer wieder Wunder - Return to Love.

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7. März 2009

Das Nomen kommt von selbst!

Sara liebt es, am PC Geschichten oder Briefe an Freunde zu schreiben. Dabei nimmt sie es gerne sehr genau! Für mich persönlich war es anfangs fast ein bisschen zu genau! Denn auch in Fachkreisen ist inzwischen die Meinung etabliert, dass ein Kind die Wörter und Sätze während der Anfangsphase so aufschreiben darf, wie es sie hört. Schreibt das Kind ‘sone’ statt Sonne, dann gilt das als richtig. Das Motto lautet: Man muss es nur lesen können und dann kann es als richtig bezeichnet werden. Der Rest kommt später! So wird es auch in vielen Schule gemacht! Es ist für ein Kind nämlich ziemlich destruktiv, wenn es dauernd korrigiert wird und ständig das Gefühl vermittelt bekommt, dass es eigentlich alles nur falsch macht. Deshalb war es für mich so sonnenklar, dass ich sie von Anfang an schreiben liess, ohne zu korrigieren, sofern ich die Bedeutung des Wortes oder des Satzes erkennen konnte. Das funktionierte jedoch bei Sara nicht lange. Sie hat sehr früh bemerkt, dass die Wörter in den Büchern anders geschrieben stehen und so ist es für sie ebenfalls sonnenklar, dass sie die Wörter richtig und nicht ‘falsch’ schreiben will! Hinzu kommt, dass sie gleichzeitig entdeckt hat, dass die ‘falsch’ geschriebenen Sara am SchreibenWörter im Schreibprogramm jeweils automatisch unterstrichen werden. Mein Versuch, das Unterstreichen der Wörter aus dem Programm rauszunehmen, damit sie nicht jedes mal verunsichert wird, wurde von ihr nicht gebilligt! Anscheinend war der Zeitpunkt zum Richtigschreiben bei Sara gekommen und so hab ich mich auf das Abenteuer als Schreibberaterin eingelassen. Der Stand der Dinge ist nun so, dass Sara mittlerweile ihre Sätze immer perfekter schreibt. Anfangs hat sie sehr viel gefragt, wieso denn das jetzt schon wieder unterstrichen sei. Zusammen versuchten wir das dann jeweils herauszufinden: “Hier hat es ein “ie”, wegen dem langen iiii und da kommen zwei mm, weil. . . . . . . und kannst du hören, dass hier ein Doppel-s kommt, wenn du das Wort aussprichst? Und dieses Wort hier wird immer GROSS geschrieben, denn es ist ein Namenwort, oder ein Gegenstandswort oder man sagt dem ganz einfach Nomen!” Beim Schreiben von eigenen Erlebnissen, beobachteten Ereignissen, neu erfundenen Geschichten oder beim Beantworten von Mails lernt Sara -ohne sich dessen bewusst zu sein - auf diese Art Dehnungen und Schärfungen bei Wörtern, Verben konjungieren, Adjektive steigern, von der Einzahl zur Mehrzahl, den Wortschatz erweitern, einen Text überarbeiten, Satzschlusszeichen kennen , Fragen beantworten, mit Sätzen spielerisch und gestaltend umgehen. Halt einfach alles, was man in der Schule “Deutsch” nennt! Das Ganze hat aber einen Nachteil für Olivia. Denn sie wird von Sara jeweils gnadenlos korrigiert! Tja, so kommen immer wieder neue Lernfelder auf uns alle zu und Sara darf nun ganz bewusst lernen, von der Korrekteuse zur Schreibbegleiterin von Olivia zu werden. 

Und damit nicht der Eindruck entsteht, dass Sara nur am PC schreibt: das Schreiben von Hand beherrscht sie selbstverständlich auch, sowie die Reihenfolge des ABC, welches sie vor einem halben Jahr singend gelernt hat und mittlerweile sogar beim Suchen von Namen im Telefonbuch anwendet.

Lernen basiert auf Beziehung und nicht auf Regeln.

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4. März 2009

Pro-Lernen *eDu* im März

Zu diesem aufregenden *eDu* hat uns der Hydrant in unserem Garten verholfen. Feuerwehrauto erkundenWie es dazu kam, steht in diesem Blog. So war heute ein Besuch bei der Feuerwehr in Herisau angesagt. Ein Fachmann des Feuerwehr-Teams führte uns kompetent durch ihr Fahrzeug-Lokal, erzählte viel Interessantes und beantwortete geduldig alle Fragen.  Es wurde uns demonstriert, wie schwer eine Feuerwehrkleidung ist, was alles dran und drin ist und auch der Feuerwehrhelm und die Sauerstoffmasken durften angezogen und erkundet werden. Beim Besteigen des grossen Feuerwehrautos bedurfte es für die Kinder einige Kletterkünste, um überhaupt rein ins Auto zu kommen.  Jedoch oben angekommen, wollten sie gar nicht mehr raus. Danach ging es ins Untergeschoss des Hauses, wo sich ein perfekter Kriechtunnel befand , welcher sehr niedrig, dunkel und mit Hindernissen gebaut war. Dazu brauchte es natürlich eine Taschenlampe. Einige Kinder fanden das cool, während andere Interessiertes Zuhörenlieber in sicherer Distanz warteten. Zu guter Letzt wurden wir alle mit dem Feuerwehrauto an unseren Startpunkt zurückgefahren!

Die Thematik der Feuerwehr ist mit dem Abschluss des heutigen Tages bei unseren Kindern vermutlich noch lange nicht abgeschlossen. Ich bin gespannt, auf welche Art und Weise die Kinder die nächsten Tage, Wochen und vielleicht sogar Monate  sich mit dem Thema Feuerwehr auseinandersetzen werden!

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1. März 2009

Naturlehre, Geografie, Geschichte, Sachthemen

Es gibt so viele Themen, welche Sara während der letzten Monate interessiert haben und in welche sie teilweise intensiv versunken war. Um sich in ein Thema zu vertiefen, wird sie meistens durch selbsterlebte Ereignisse, Bücher, Geschichten und andere Einflüsse angeregt und inspiriert. Folgend versuchen wir einmal all jene Themen aufzulisten, welche man zu den Obertiteln ‘Naturlehre, Geografie, Geschichte und Sachthemen’ unterordnen kann und in welche Sara im Minimum je zwischen 5 und 20 Stunden Zeit investiert hat! Planetariumsprojektor im Verkehrshaus Luzern

Meer: Meeresgrund, Meerestiefe, Tiere, Pflanzen

Bären: Arten, Vorkommen

Haifische: Mythos und Gefahren, Arten, Nahrung

Schlangen: Arten, Giftigkeit, Vorkommen, Nahrung

Vögel: Arten, Futter, Vogelzug

Sterne: Sternbilder, Planeten, Universum, Planetarium

Elemente: Wasser, Erde, Feuer, Luft

Schmetterling: Von der eigens gefundenen Raupe zum Schmetterling

Menschlicher Körper: Skelett, Muskeln, Gehirn, Zähne, Verdauung

Jahreszeiten: Merkmale, Vor-und Nachteile, Zeiteinheiten

Orientierung: Entfernungen, Formen, Geräusche

Lebensbedingungen: Vergleichen der eigenen mit anderen

Arbeitswelt: Handwerker im Hause

Feste und Traditionen: Advent, Weihnachten, Silvesterchläuse

Heimat und Welt: Zusammenhänge

Welt: Kontinente, Sprachen, Ländernamen, Sitten und Bräuche

Google Earth: virtuell bekannte und unbekannte Orte bereisen

Vergangenheit: Verkehrsmittel, Bauten, Erzählungen der Eltern

Entwicklungen und Veränderungen: Waschen, backen, heizen, kleiden

Schiffe: Fähren, Frachtschiffe, Dampfschiffe

Vulkan: Magma, Lava, Krater, Orte, Namen

Es ist auch für uns als Eltern interessant zu sehen, was aus dem intrinsischen Bedürfnis heraus zu lernen so alles zusammenkommt und wir können dabei ebenfalls mitlernen!

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